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Die Vergabe des Preises soll zur größeren Sichtbarkeit der Performancekunst beitragen. Der Kunstraum Niederoesterreich verschafft damit einer künstlerischen Sparte mehr Öffentlichkeit, die für Künstler_innen eine besondere Herausforderung darstellt, da Performances sich nicht im üblichen Sinne ausstellen und vermarkten lassen.

Performancepreis h13

Anna Vasof ist Siegerin des

H13 Niederoesterreich Preis für Performance 2017

 

Andrea Maurer / Selbstzerlegung

Foto: ©  global:artfair

 

Performancepreis H13

 

 

Seit 2007 verleiht der Kunstraum Niederoesterreich den „H13 Niederösterreichpreis für Performance“. Die Entscheidung trifft eine jährlich neu zusammengesetzte Jury aus TheoretikerInnen, KünstlerInnen und MitarbeiterInnen des Kunstraums.

 

Der H13 Niederoesterreich Preis für Performance Die Vergabe des Preises soll zur größeren Sichtbarkeit der Performancekunst beitragen. Der Kunstraum Niederoesterreich verschafft damit einer künstlerischen Sparte mehr Öffentlichkeit, die für Künstler_innen eine besondere Herausforderung darstellt, da Performances sich nicht im üblichen Sinne ausstellen und vermarkten lassen.

Der Jury des Jahres 2017 gehören an:                    

Katrina Daschner (Künstlerin)

Christiane Krejs (Kunstraum Niederoesterreich, Wien)

Andrea Saemann (Performancepreis Schweiz)

Lena Lieselotte Schuster (Kunstraum Niederoesterreich, Wien)

Der Kunstraum Niederoesterreich verleiht den diesjährigen H13 Niederösterreich Preis für Performance Anna Vasof für ihre Arbeit „Anachronism – A Downgrade Action“ .
 

„… meine künstlerische Position ist nicht ‚sauber‘“ (Anna Vasof)

Anna Vasof bewegt sich mit ihrer künstlerischen Arbeit im Dazwischen: Ihre Videokunst beschreibt sie als „expanded cinema“, ihre Performances sind auf Objekte bezogen, den performativen Akt wiederum verbindet sie mit Animation.

Zu der prämierten zentralen Arbeit „Anachronism“ meint Anna Vasof: „In den letzten Jahren sind wir mehr und mehr von anachronistischen Ideen umgeben, denen wir uns stellen müssen: Nationalismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Konservativismus, Theokratie […].“ Die Menschen werden zusehends intoleranter, während andererseits die Entwicklung der Technik voranschreitet. Technische Geräte werden „smarter“, aber die damit einhergehenden Hoffnungen auf eine offene Gesellschaft haben sich nicht realisiert. Die Performance „Anachronism“ beinhaltet die wörtlich genommene Bedeutung von „Ana-Chronismus“ – den Akt gegen das Voranschreiten der Zeit.

Biografisches

Die 1985 geborene Architektin und Medienkünstlerin Anna Vasof schloss 2010 ein Architekturstudium an der Universität von Thessalien in Volos, Griechenland, ab und studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien (2014). Ihre Videos und Kurzfilme werden seit dem Jahr 2004 auf unterschiedlichen Festivals präsentiert und prämiert. Aktuell entwickelt die Künstlerin im Rahmen des Doktoratsstudiums „Künstlerische Forschung“ an der Universität für Angewandte Kunst innovative Apparaturen zur Herstellung kritisch-narrativer Videos, Aktionen und Installationen.

 

Jurybegründung

 

Der Begriff „Upgrade“ bezeichnet die Änderung eines Produkts auf eine höherwertige Konfiguration oder Version hin, während „Downgrade“ in die Gegenrichtung zielt, auf die Zurücknahme einer bereits durchgeführten Verbesserung. „I am living in a time where tools are getting upgraded and minds downgraded“, kommentiert Anna Vasof trocken. Mit ihrem unendlich reichen Kosmos an dysfunktionalen Maschinen Marke Eigenbau entzieht sich die Künstlerin einer vermeintlichen Sinnhaftigkeit und lässt die Glücksuche im Paradies brandneuer Technik-Gadgets ins Leere laufen. Die Jury schätzt die Prägnanz, mit der Anna Vasof einen erweiterten Performancebegriff mitprägt und die Medien als Mitspieler einzusetzen weiß. Zentrale gesellschaftliche Themen werden dabei in Form von kurzen, visuellen Videogedichten verhandelt und mittels beiläufiger Eingriffe humorvoll ins Bild gesetzt. Die Künstlerin arbeitet hart daran, mit eleganten anachronistischen Vorrichtungen Spielregeln einer digitalisierten Kommerz-Gesellschaft auszuhebeln.

Aktuelle Informationen:

http://www.kunstraum.net/de/performance/performancepreis-h13

 

http://annavasof.net/

 

Video Producer

​global:artfair – Post Contemporary Art

 


Alle von uns abgebildeten Werke unterliegen dem Schutz des Urheberrechts.
Wir besitzen keine Rechte an den Werken.

 

Archiv

H13 2016: ANDREA MAURER

Ausstellungsdauer: 02 09 – 03 09 2016

Performance und Preisverleihung am 01 09 2016

 

Andrea Maurers Performance SELBSTZERLEGUNG überzeugte die H13-Jury durch ihren „konsequenten experimentellen Umgang mit Sprache, der sich aus einem Wechselspiel von Konstruktion und Dekonstruktion, aus Misstrauen Wörtern gegenüber und aus der Lust, den Dingen bis ins Detail auf den Grund zu gehen, generiert.“

SELBSTZERLEGUNG ist ein ausgedehnter Monolog, der inmitten und anhand von Zerlegungsarbeiten überdimensionierter Raumkonstruktionen stattfindet. Dabei hantiert Andrea Maurer mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen gleichermaßen wie mit Holzgerüsten, Tischbeinen, Säge und Hammer: Nichts bleibt an Ort und Stelle. Es wird einmal da gelesen und gesägt, einmal dort gestottert, gemurmelt, gebohrt und gehämmert.

Link:

http://www.kunstraum.net/de/programm/254-h13-2016-andrea-maurer

Kontakt

KUNSTRAUM NIEDEROESTERREICH


Herrengasse 13
A-1014 Wien
Tel +43 1 90 42 111

office@kunstraum.net

http://www.kunstraum.net/de

Öffnungszeiten
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